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Schlüssel gefunden.

Den Schlüssel zum Unterbewusstsein, zur Lösung von resistenten persönlichen Verhaltensmustern und Glaubenssätzen und zum ureigenen persönlichen und unternehmerischen Potenzial.
Die wirksamste Stelle, an der man den Hebel ansetzen kann, wenn es um nachhaltiges persönliches Wachstum und Business-Entwicklung geht.
Danach hatte auch ich immer wieder gesucht – und bin fündig geworden. Es ist wie eine Lösung für Einsteins Imperativ:

Die Denkweise ist für uns selbst so selbstverständlich bzw. unbewusst, dass wir diese nicht einfach ändern können. Unsere Denkweise ist unser blinder Fleck. Die Eigenschaft des Unbewussten ist eben, dass es einem nicht bewusst ist.
Wie soll man da also rankommen ohne jahrelange Psychoanalyse oder Meditation? Das war eine Frage, die mich immer wieder beschäftigt hat, als Mensch, als Coach und Berater.

Ausgangspunkt war der allgemein bekannte Schmerzpunkt: Man entwickelt fundierte Strategien und Konzepte, feilt an Businessplänen, blickt in zustimmende Gesichter – und am Ende versanden doch die besten Ideen.
Warum werden Projekte nicht umgesetzt, in die man soviel Energie investiert hat?
Bereits in einem meiner ersten Blog-Beitrage „Weniger tun, mehr erreichen“ (10/2011) ging ich der Frage nach, wie Gelerntes (besser) umgesetzt  werden kann bzw. was uns davon abhält.
Die Frage nach der Wirksamkeit von Beratung und Bildung stellen sich auch Kollegen, wie Torsten Seelbach, Gründer der AFNB. Sein Fazit aus vielen Jahren Seminarleitung und Beratung (vor Gründung der AFNB): „Auch die besten Inhalte verblassen schon nach kurzer Zeit. Zur nachhaltigen Umsetzung des Gelernten reicht die Motivation nur in Ausnahmefällen.“
Es verpufft also eine Unmenge von Energie in der Weiterbildung und Beratung, solange die „Konversionsrate“ von der Theorie in die praktische Umsetzung gering ist – bzw. die psychologische Trägheit sehr groß.
Das betrifft nicht nur jeden Einzelnen von uns, wenn wir uns zwei Wochen nach einem Seminar fragen, was es für einen Unterschied gemacht hat. In Deutschland sind es etliche Milliarden Euro, die von Organisationen und Unternehmen in Weiterbildung investiert werden.

Think Limbic! Seelbachs Antwort auf diese Frage war die Einbeziehung der Neurowissenschaften, hin zur „gehirngerechten“ Vermittlung von neuem Wissen. Ein  Schritt zur Steigerung der Konversionsrate. Mit gehirngerechten Methoden, lässt sich Wissen deutlich effektiver verankern und abrufen. Nico Jahns demonstriert das sehr erfolgreich mit seinem Unternehmen „Einfach behalten“.


© 2017 Hans-Georg Häusel


Hirn im Trend: Auch mit gehirngerechtem Marketing, dem „Neuromarketing“ versucht man tiefer in das (Unter-)Bewusstsein des Kunden vorzudringen und zielgruppenoptimierte Signale zu erzeugen. Welcher Typ bist Du?
Hier geht’s zum Limbic Test mit Sofort-Auswertung.


Nosce te ipsum – erkenne dich selbst: Neurowissenschaftliche Erkenntnisse und Methoden mögen hilfreich sein in der Wissensvermittlung oder im Verkauf. Wenn es jedoch um den einzelnen Menschen und die Frage der Handlungs- oder Beziehungsfähigkeit geht, werden diese schnell unscharf und konzeptionell. Die Einordnung in Typen hilft wenig bei individuellen Fragen.
Was soll ich damit anfangen, wenn ich weiß, dass ich ein harmonie-orientierter Persönlichkeitstyp bin, super beziehungsfähig, aber es mit meiner Durchsetzungsfähigkeit hapert?

Auf den Grund kommen wir eher mit der Betrachtung der Identität und der Persönlichkeit, wenn wir uns den Kontext ansehen, in dem die Realität auftaucht, der Bedeutungsrahmen, innerhalb dessen gedacht wird (die „Denkweise“ im Einstein’schen Sinne).
Hier ist die wirksamste Stelle, an der man den Hebel ansetzen kann, wenn es um nachhaltiges persönliches Wachstum und/ oder Business-Entwicklung geht.

Wer bin ich als Mensch? Und wer will ich sein?
Wer sind wir als Unternehmen? Und wer wollen wir sein?

Wer bin ich, wenn ich dies oder jenes denke, sage oder tue? Wer bin ich als Chef, Kollege oder Freund? Entspricht das dem, der ich sein will?
Bin ich jemand, der mitfühlend, verantwortlich und fokussiert ist. Oder gibt es Teile in mir/ in unserem Unternehmen, die in einer verdeckten Abwehrhaltung sind?
Sind wir wirklich das innovative Unternehmen für das wir uns halten oder leben wir in einer Blase?

Und gibt es über meine persönliche/ unsere unternehmerische Werteskala hinaus noch ein „wahres Selbst“, einen DNA-Code, der im verborgenen (Unterbewusstsein) schlummert und auf seine Verwirklichung wartet? Was macht mich/ uns einzigartig, jenseits von „Slogans“?
Und wie komme ich mit dieser Echtheit in Verbindung?


© M. Storch/ F. Krause

Ein Ansatz ist das Zürcher Ressourcenmodell (ZRM) von Maja Storch. Hier geht es um die Arbeit mit Bildern, die direkte Informationen über das Unbewusste liefern können.
Mit der ZRM-Bildkartei eröffnet sich ein sehr einfacher, direkter Zugang zu den „eigentlichen“, manchmal überraschenden Leitmotiven und Ressourcen. Sie gibt Antworten auf die Frage nach der Identität. Wer bin ich und wonach strebe ich? Ein gutes Format für die Arbeit mit Gruppen und Teams.

 


Noch interaktiver als die Arbeit mit Bildern ist das Psychodrama.
Ähnlich wie im Impro-Theater werden hier Themen szenisch, in Rollenspielen und Dialogen dargestellt. Die Arbeit mit Bewegung, Bildern und Symbolen eröffnet einen sehr anschaulichen Zugang zum Unterbewusstsein.
Diese Methode wurde bereits 1921 von dem Arzt Jakob Moreno entwickelt. Mit dem aktiven strukturierten Ausspielen von Situationen ist es die Urform des Familienstellens und der systemischen Aufstellung.



Womit wir am Ziel unserer Suche angekommen sind, nämlich bei einer der effektivsten Möglichkeiten der Selbst-Erkenntnis: die direkte Wahrnehmung in der Systemischen Aufstellung.
Wer schon mal an einer Familienaufstellung teilgenommen hat, weiß um das Phänomen, welche überraschenden Erfahrungen hier gemacht werden können.
„Systemisch“ bedeutet, dass der Mensch als Vielheit interagierender Persönlichkeits-anteile gesehen wird, als eigenes System, das mit anderen Systemen in seiner Umwelt (Familie, Gruppe, Arbeit etc.) in Resonanz steht.

Wenn Aufstellungen gut angeleitet werden, (d.h. nicht zu direktiv und konzeptionell) dann zeigt sich oft eine natürliche Intelligenz des Systems. Wie es die Selbstheilungskräfte des Körpers tun, so kann in einer Aufstellung das psychische oder Organisations-System beginnen, sich selbst neu zu organisieren, nach einer natürlichen Ordnung zu streben – nachdem die Spannungen gelöst sind. Es scheint systemische Selbstheilungskräfte zu geben, die in einer Aufstellung genutzt werden können. Das ist keine esotherische Theorie, sondern eine Beobachtung aus der bisherigen Aufstellungsarbeit.

Warum werden Projekte nicht umgesetzt, in die man soviel Energie investiert hat?
Unsere Eingangsfrage lässt sich mittels Aufstellung sehr schnell beantworten. Und zwar am besten noch im Anfangsstadium eines Projektes, bevor viel Zeit, Geld und Energie reinfließen.
Im Unterschied zu kognitiven, analytischen Methoden ist die Wahrnehmung in einer Aufstellung ungefiltert, nicht „verstandesmäßig“. Es zeigt sich das was ist – die energetische Basis eines Projekts und die Haltung der beteiligten Partner. Das ist nicht immer das was man gedacht oder gesagt hat.
Die Aufstellung kann genutzt werden, um das Potenzial und die Chancen auf der einen Seite und die Blockaden und Risiken auf der anderen Seite abzubilden.
Das Ergebnis einer Aufstellung kann sein, dass das Projekt eingestampft wird –
oder dass es mit neuer Motivation und großer Klarheit umgesetzt wird.

Manchmal taucht ein Wal auf wo wir ein Fischchen vermutet haben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die systemische Aufstellung ist somit – wie das Psychodrama – eine der unmittelbarsten Simulations- und Visualisierungsmethoden für das Selbst, das Business und für Organisationen. Zusammenhänge werden direkt erfahren anstatt nur rational analysiert.

  • Wie ist mein/ unser (inneres) Team momentan aufgestellt?
  • Wie ist meine tatsächliche energetische Ausrichtung und die meines Unternehmens?
  • Bin ich innerlich mit meinem Business verbunden?
  • Wie werde ich/ werden wir von Kunden wahrgenommen?
  • Behindernde Glaubenssätze können identifiziert und verwandelt, Licht und Schattenaspekte dargestellt und integriert werden,
  • Zukunftsperspektiven und Szenarien lassen sich erfahrbar machen.
    Was in der Theorie U als „Presencing“ beschrieben wird, nämlich das Auftauchen der höchsten Zukunftsmöglichkeit, das „was geboren werden will“ wird in der Aufstellung unmittelbar sichtbar und erfahrbar.
  • Die Aufstellung erlaubt mir einen klaren Blick auf „wer ich bin“, wenn mein/ unser Potenzial entfaltet ist.
  • Der Kontext des Denkens kann in der Aufstellung bewusst gemacht werden. Das ist ein Perspektivwechsel, in dem sich der Charakter des Denkens ändert. „Probleme“ und Lösungen tauchen nun anders auf in diesem Beobachterstatus.


Herr Einstein hätte seine wahre Freude daran gehabt.

 

P.S.:
Am neu gegründeten Potsdam Institut forschen und entwickeln wir neue Aufstellungsformate, mit dem Ziel, die Frage des „Wer bin ich“ immer besser beantworten zu können. Trage dich im Newsletterverteiler des Potsdam Instituts ein und/ oder besuche unser Labor für kreative Business-Entwicklung und Führungsqualität.